Lobe den Herrn, meine Seele (1)

 

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Die Vielfalt der Schöpfung hat uns beim letzten Wochenende beschäftigt. Wir haben die Natur ganz konkret erlebt, sie gesehen, gehört und gespürt. Und wir haben uns von Psalm 104 inspirieren lassen, wo die ganze Schöpfung ins Lob Gottes hineingestellt wird. Was uns davon besonders berührt hat, das wird in den nächsten Wochen auf dem Blog zu lesen sein.

 

Psalm 104

Lobe den Herrn, meine Seele! /

Herr, mein Gott, wie groß bist du! / Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.

Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid, /

du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

Du verankerst die Balken deiner Wohnung im Wasser. /

Du nimmst dir die Wolken zum Wagen, / du fährst einher auf den Flügeln des Sturmes.

Du machst dir die Winde zu Boten /

und lodernde Feuer zu deinen Dienern.

Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet; in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.

Einst hat die Urflut sie bedeckt wie ein Kleid, /

die Wasser standen über den Bergen.

Sie wichen vor deinem Drohen zurück, /

sie flohen vor der Stimme deines Donners.

Da erhoben sich Berge und senkten sich Täler /

an den Ort, den du für sie bestimmt hast.

Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, /

die dürfen sie nicht überschreiten; / nie wieder sollen sie die Erde bedecken.

Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern, /

sie eilen zwischen den Bergen dahin.

Allen Tieren des Feldes spenden sie Trank, /

die Wildesel stillen ihren Durst daraus.

An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels, /

aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.

Du tränkst die Berge aus deinen Kammern, aus deinen Wolken wird die Erde satt.A

Du lässt Gras wachsen für das Vieh, /

auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde /

und Wein, der das Herz des Menschen erfreut, damit sein Gesicht von Öl erglänzt /

und Brot das Menschenherz stärkt.

Die Bäume des Herrn trinken sich satt, /

die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat.

In ihnen bauen die Vögel ihr Nest, /

auf den Zypressen nistet der Storch.

Die hohen Berge gehören dem Steinbock, /

dem Klippdachs bieten die Felsen Zuflucht.

Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten, /

die Sonne weiß, wann sie untergeht.

Du sendest Finsternis und es wird Nacht, /

dann regen sich alle Tiere des Waldes.

Die jungen Löwen brüllen nach Beute, /

sie verlangen von Gott ihre Nahrung.

Strahlt die Sonne dann auf, so schleichen sie heim /

und lagern sich in ihren Verstecken.

Nun geht der Mensch hinaus an sein Tagwerk, /

an seine Arbeit bis zum Abend.

Herr, wie zahlreich sind deine Werke! /

Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, / die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

Da ist das Meer, so groß und weit,

darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.

Dort ziehen die Schiffe dahin, /

auch der Leviatan, den du geformt hast, um mit ihm zu spielen.

Sie alle warten auf dich, /

dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.

Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein; /

öffnest du deine Hand, werden sie satt an Gutem.

Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört; /

nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin / und kehren zurück zum Staub der Erde.

Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen

und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn;

der Herr freue sich seiner Werke.

Er blickt auf die Erde und sie erbebt;

er rührt die Berge an und sie rauchen.

Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe, /

will meinem Gott spielen, solange ich da bin.

Möge ihm mein Dichten gefallen. /

Ich will mich freuen am Herrn.

Doch die Sünder sollen von der Erde verschwinden /

und es sollen keine Frevler mehr da sein. / Lobe den Herrn, meine Seele! / Halleluja!

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